Gurken-Cup…-Kap…-Kapp…wie auch immer…

Am Samstag, den 07. September des Jahres 2019, versammelten sich die unerschrockensten Crews der achtbaren Greifswalder Seglerszene, um sich einer Herausforderung zu stellen, die ihresgleichen sucht.

Auch in diesem Jahr mussten sich die Herausforderer wieder in verschiedenen Disziplinen messen, um am Ende eine Chance darauf zu haben, den sagenumwobenen Wanderpokal in Form einer Gurke und selbstverständlich diverse Jahresrationen an Gurken ihr Eigen nennen zu dürfen.

In der ersten Disziplin wurden die Akteure dazu aufgefordert, ihren Körper und zwei Tabletts mit Wasserbechern so schnell wie nur möglich und selbstredend ohne jeglichen Verlust der Flüssigkeit durch einen Hindernisparcours zu bewegen. Nachdem der Spielführer hier durch einen nur ihm bekannten und äußerst komplizierten Algorithmus den Verlust der Flüssigkeit + Schnelligkeit in eine Zahl verwandelte, stand auch schon die Startreihenfolge für die nächste Herausforderung fest.

Bei der folgenden Regatta musste jeder der Teilnehmer nun alles geben, um trotz verkehrtherum gesetzter Spis, sein Schiff wieder sicher in den Hafen zu bringen und dem erwählten und schwimmwestenbekleideten Helden der Crew den Siegeslauf zur Ziellinie zu ermöglichen.

 

Nach der Auswertung aller Ergebnisse in den verschiedenen Disziplinen konnte am Ende die Baba Jaga-Crew des ASV den Gurken-Pokal mit nach Hause nehmen.

Ein großes Dankeschön an Gurke für die Organisation und Gastfreundschaft!

 

Platzierungen: 1. Baba Jaga 2. Matchbox 3. Stubber 4. Haasy 5. Thetis

3-fache Herausforderung – der Jasmund-Cup 2019

Die neue Baba Jaga hat mittlerweile fast die ersten 1000 Seemeilen unter dem ASV-Vereinsstander hinter sich. Einen guten Anteil daran hat auch der Jasmund Cup: Drei Wochenenden. Drei Crews. 13 Segler/innen. Drei Hin- und Rücküberführungen nach Glowe, Lohme und Sassnitz. Drei Regatten. Eine Gesamtwertung. Drei Hafenfeste. 🙂 Hier die Berichte der Crews:
Teil 1: Königshörnregatta
Baba Jaga (mit Philipp, Marie, Frank, Patrick, Vicky und Christiane) legt am Freitag 28.6.2019 kurz vor 19.00 Uhr in Wieck ab. Nach dem Passieren der Mole wird bemerkt, dass wichtige Verpflegungsteile wohl zu Hause liegengeblieben sind. Ein toller Service (Shorecrew Kai) bringt sie uns und dann kann die Tour wirklich losgehen.
Es wird ein wunderbarer Sommerabend bei der Fahrt über den Bodden und später auf der Ostsee eine herrliche Sommernacht, bei der im Norden der Himmel nie ganz dunkel wird. Um 2.00Uhr morgens machen wir in Glowe fest.
9.45 Uhr am Sonnabend ist Steuermannsbesprechung und um 11.00 Uhr Regattastart. Gestartet wird in zwei Klassen auf einem Dreieckskurs, der gut 6 sm beträgt und 3 Mal abgefahren werden muss. Bei Sonnenschein und Westwind bis 25 kn sind wir auf allen Positionen an Bord gefordert. Die Luvmarke liegt nur wenige Meter vor dem weißen Strand von Juliusruh im türkisen Wasser. Das Segelrevier ist bei der Windrichtung super wellengeschützt. Auf dem Raumkurs fahren wir mit 12 Knoten am Strand entlang. Es fühlt sich an, wie in einer Lagune in der Südsee.
Nach etwa 2,5 Std. passieren wir als zweites Schiff die Ziellinie. So bleibt uns auch noch nach der recht kurzen Nacht eine Ruhe- und Badepause am Strand von Glowe. Abends erfolgt dann die Siegerehrung beim Hafenfest. Wir haben es verrechnet auf den 1. Platz geschafft und freuen uns sehr darüber. Den Sonnenuntergang genießen wir am Strand mit der Musik des Hafenfestes im Hintergrund.
Sonntag starten wir wie geplant um 8.00 Uhr zur Rücküberführung. Gefrühstückt wird etwas später auf dem Wasser. Zwischendurch wird schon mal die Hafeneinfahrt von Lohme getestet, in Voraussicht auf die Regatta am folgenden Sonnabend, da es wieder ein nächtliches Einlaufen geben wird. Dann erfolgt die Rückfahrt mit einem Anlieger vorbei an Deutschlands schönster Küste in der Vormittagssonne. Bei zunehmendem Südwestwind, der sehr warm ist, gibt es vor Thiessow noch eine Badepause und dann eine Kreuz über den Bodden nördlich am Stubber vorbei gegen eine gute Boddenwelle. Der Wind lässt uns mal beide Reffs testen – Baba Jaga läuft. Gegen 18 Uhr machen wir sehr zufrieden im Hafen fest. Es war ein tolles Segelwochenende.
C.M.
Teil 2: Schwanenstein-Regatta
Am zweiten Wochenende der Regattaserie segeln Evi, Philipp, Kai, Vicky, Christoph und Consti auf Baba Jaga nach Glowe. Die Überfahrt gestaltet sich wie die Woche zuvor; zu erwähnen ist die relativ spannende Hafenansteuerung in absoluter Dunkelheit bei ordentlich Welle. Aber Dank kompetenter Ansagen vom Vorschiff alles kein Problem.
Am nächsten Morgen wird die Steuermannsbesprechung ohne unser Wissen eine halbe Stunde vorverlegt und wir bekommen die Kursanweisung erst eine halbe Stunde vor dem Regattastart. Also wird fix das Boot aufgeklart und abgelegt sodass wir noch pünktlich zur Startlinie kommen. Auf der ersten Kreuz ist es ziemlich flau und wir müssen ein wenig kämpfen, um mit den deutlich größeren Gegnern mitzuhalten. Spannend-lustig wird es an der Luvtonne: das erste Boot im Feld hat sich die Tonne um den Kiel gewickelt und fährt vor unserer Nase mit der Tonne weg! Schließlich bleibt ihnen nichts übrig, als sie loszuschneiden und an das in der Nähe ankernde Polizeiboot zu übergeben, welches wir dann als Bahnmarke runden. Der Rest der Regatta verläuft unspektakulär im Nieselregen bei auffrischendem Wind. Der Kurs wird wegen der fehlenden Bahnmarke verkürzt und nach ca. 3 Stunden gehen wir als zweite über die Ziellinie. Zurück im Hafen werden die gelungenen Manöver mit ein paar Bier begossen und das Hafenfest erkundet. Die Siegerehrung abends beschert uns erneut einen ersten Platz – nach Lohmer Tradition muss die Skipperin dafür ins stinkende Hafenbecken springen. Auch dieses Manöver klappt hervorragend und den restlichen Abend verbringen wir tanzend vor der Bühne und bestaunen eine beeindruckende Lasershow.
Am nächsten Morgen bricht sich mit dem starken Nordwestwind die Welle in der Hafeneinfahrt, aber wir kommen heile heraus und haben eine tolle Rückfahrt mit coolen Surfs auf den Ostseewellen.
E.S.
Teil 3: Klein-Helgoland-Regatta und ein dreifaches Hip-Hip-Hurra!
Treffpunkt, natürlich, direkt am Boot: Freitag 18 Uhr in Greifswald. Wir wollen spätestens um 19 Uhr ablegen. Bei vorhergesagtem eher schwachen Wind soll es heute schließlich noch nach Sassnitz gehen, zur Klein-Helgoland-Regatta, dem dritten und letzten Rennen des Jasmund Cup 2019.
Wir haben Glück und es geht bei gutem Ostwind über den Greifswalder Bodden. Wir sind zu sechst unterwegs (Marie, Clara, Frank, Kai, Christoph und Norman). Aufgaben an Deck sind zugeordnet und für alle Fälle zwei Wachen eingeteilt. Zum Sonnenuntergang sind wir bereits auf Höhe Thiessow, nun geht es in die Nacht hinein. Die Lichter des Sassnitzer Hafenfests waren schon von weiter Ferne zu sehen und gegen Mitternacht laufen wir in den Hafen ein. Die Veranstalter der Klein-Helgoland-Regatta haben kostenlose Liegeplätze organisiert und wir haben Glück und kriegen eine freie Box an der Außenmole.
Kurz noch das Boot klarieren, Segel an Deck, Zelt über den Baum und ab in die Kojen.
Steuerfraubesprechung ist am nächsten Morgen um 10 Uhr. Dort gibt es Kaffee und Teilchen zum Frühstück und in angenehmer Entspanntheit werden Infos zum angesetzten Kurs besprochen.
Dann geht es los: Die super Platzierung der ersten beiden Rennen sollen natürlich verteidigt werden, der Gesamtsieg des Jasmund Cup wäre möglich.
Gestartet wird im Hafen: die Startlinie wird durch das rote Molenfeuer und einen auf der gegenüberliegenden Mole geparkten Kastenwagen gebildet. Dank hervorragender Anleitung unseres Bordtaktikers gelingt uns ein sehr guter Start und wir gehen als erstes Boot auf die Bahn. Der Kurs liegt zwischen der Reedetonne und einer ausgelegten Regattaboje in der Nähe des Klein-Helgoland-Felsen (wir waren aber alle drei Runden zu konzentriert, um den Felsen zu suchen und zu begutachten, ob er wirklich aussieht wie Helgoland…). Das Kursdreieck wurde komplettiert durch eine zweite Regattaboje im Hafenbecken. Die Start- und Ziellinie wurde also deutlich mehr als einmal überfahren… Wir kommen mit kleinen Fehlerchen gut über den Kurs und gehen als drittes Boot über die Ziellinie. Die abendliche Siegerehrung erbringt uns einen zweiten Platz, gerechnet fehlen uns dieses Mal 13 Sekunden auf die Intoxication. Herzlichen Glückwunsch nochmals zum Sieg! Im Anschluss folgte die Siegerehrung des Jasmund Cups – und tatsächlich durften wir uns über den ersten Platz in der Gesamtwertung freuen!
Am Sonntag Morgen muss es dann aber früh losgehen. Sind ja ein paar Seemeilen bis Greifswald und bei wieder eher mäßiger Windvorhersage…Aber Zeit für frische Brötchen muss sein, also kurz im Hafen auf die andere Seite, frische Brötchen an Bord und  ab nach Greifswald.
Die Regattaserie war großartig und toll organisiert. Einen Riesendank und großes Lob an die Organisatoren!! Sehr empfehlenswert!!
N.K.
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