Fahrtenwettbewerb 2020

Die ersten Herbststürme ziehen durchs Land und diese seltsame Saison neigt sich dem Ende zu. Während die Studenten die verbleibenden 2 Wochen bis zum Slippen noch fleißig zum Segeln nutzen, haben die ein oder anderen Eigner „ihre“ Saison bereits beendet, einige ihr Boot sogar schon in der Halle. Zeit also, die Saison Revue passieren zu lassen und dabei die Seemeilen für den Fahrtenwettbewerb zusammen zu zählen. Neben der vereinsinternen Auswertung werden unsere Meilen auch wieder für den landesweiten Wettbewerb an den SVMV gemeldet.

Wie bereits im vergangenen Jahr können alle Segeltage zwischen 01.04. und 31.10.2020 eingebracht werden. Die Zahl der Segeltage ist also nicht mehr auf 50 Tage begrenzt. Die Zahl der Sonderpunkte durch Teilnahme an Regatten dürfte in diesem Jahr aber kümmerlich sein.

Bitte sendet das Formular Fahrtenwettbewerb 2020 bis zum 15.12.2020 per Mail an Conny Ahrens (s. Meldebogen). Sie übernimmt ab diesem Jahr die Auswertung des Fahrtenwettbewerbes von Peter Zöllner, dem wir an dieser Stelle für seine jahre(Jahrzehnte?)lange Arbeit herzlich danken möchten.

Dänemark 2020

Nordwestlich der greifswald‘schen Festlandküste liegt Dänemark. Das Land von Ragnar Lodbrok, hyggelig, Tivoli, bargeldlosem Bezahlen und vielen Fahrrädern.

Am 15. August machte sich die unerschrockene Crew des ASV Greifswald, bestehend aus Clara, Cornell, Evi, Marie, Kai und Philipp, mit Baba Jaga auf den Weg nach Kopenhagen. Ausgestattet mit jeder Menge Essen, keinem Fön und exzellenten Fähigkeiten in der Brøtchentütennavigation ging es am ersten Tag zum Baden und Übernachten nach Vitte auf der Insel Hiddensee. Am Morgen des zweiten Tages wurde Segel Richtung Hesnæs gesetzt und die Überfahrt gen Dänemark angetreten. Nach diversen Gesprächen über tiefgangsbehinderte Schiffe erreichten wir am Abend des zweiten Tages endlich die dänische Küste und genossen im Hafen die dänische Mückenfreiheit, gegrilltes Essen und die Aussicht auf den wundervollen Strand mit angrenzendem Wald.

Daraufhin folgte am nächsten Tag ein Abstecher nach Femø über das Smålandsfahrwasser, um daraufhin die Segel nach Klintholm richten zu können. Am ersten Hafentag der Reise genoss die Crew dann die Aussicht von der höchsten Steilküste Dänemarks „Møns Klint“ auf den 40 sm entfernten Dornbusch auf Hiddensee. Nach kurzem und regnerischem Zwischenstopp in Køge am darauffolgenden Tag ging es dann am Freitag nach Dragør. Während des Eintreffens im Hafen von Dragør wurden wir bereits von exzellenter Livemusik begrüßt. Anschließend folgte ein graziöser Spaziergang durch die dänische Kleinstadt mit ihren gemalten Gassen bei Sonnenuntergang. Nachdem es dunkel geworden war, klärte die Crew der Baba Jaga dann wiederholt ein Mysterium in Form einer 24-jährige Hotelfachangestellten, welche kopflos aufgefunden wurde in einer von unzähligen Black Stories, welche während des Törns gespielt wurden. Woraufhin es dann am nächsten Tag nach Kopenhagen ging, das Ziel der Reise. In Kopenhagen angekommen, fiel die talentierte und begehrenswerte Crew aus Greifswald sofort der berühmten dänischen Band „Chief 1“ auf und wurde sofort für ihr neustes Musikvideo rekrutiert. Nach den Strapazen des Videodrehs ging es weiter durch die Innenstadt, um möglichst viele interessante Orte zu besichtigen, bevor die Bootsführer dann am Abend zum veganen und glutenfreien Skipper Dinner einluden. Hier in der Marina Christianshavn endete auch die Reise. Der Urlaub ist leider – trotz der relativen Langsamkeit des Segelns – wie im Fluge vergangen.

 

Die 68. Haffregatta in Ueckermünde

Endlich mal wieder Regatta. Diesmal stand die Ueckermünder Haffregatta unter einem ganz anderen Stern. Fokus galt dem Segeln um die Tonnen, wobei die Veranstaltung und das Programm für den Resttag unter den Auflagen der aktuellen Situation, eher ruhig ausfielen. Erst einmal hieß es die Baba Jaga nach Ueckermünde zu überführen. Der ewige Westwind ließ die Überführung entspannt ausfallen, sodass wir vor den Brückenöffnungen immer noch etwas Zeit zum Entspannen hatten. In Karnin stieg dann der Rest der Regattacrew ein und es ging unter Gennaker gen YC Ueckermünde. 

  Am Samstagvormittag im Regen, ging es aufs Wasser. Kurz vor dem Start noch mit Verband und Pflaster beschäftigt, gelang ein super Start. Als Zweiter an der Luvmarke und dann mit Gennaker ab zur nächsten Tonne. Soweit alles gut. Der lange Downwind bestand aus einem Kampf genug Tiefe zu fahren und dennoch den Speed nicht aus den Augen zu verlieren. Kurz danach, eine Kreuz nach Westen und wieder Downwind mit Gennaker. Dem aufgefrischten Wind sei Dank, war wenigstens die zweite, kürzere Downwindpassage mit Gennaker gut zu segeln. Dann ab um die Tonne und ins Ziel. Das Gefühl, in welche Richtung der Ergebnisliste wir gesegelt sind war gemischt. Es sind zwar keine Probleme während der Regatta aufgetreten, aber es war halt auch kein wirklich passender Gennakerkurs mit dabei. Am Ende Platz Sechs, mit unter einer Minute Rückstand zu den Plätzen Vier und Fünf. Damit kann man leben und nach einer Bratwurst und paar Bier ging es sonntagfrüh wieder zurück nach Hause. Diesmal über die Ostsee. Bis Einfahrt Kaiserfahrt mit Gennaker, den Kanal hoch bis Swinemünde und dann mit Gesellschaft der anderen Greifswalder in Richtung Greifswalder Bodden. Der Wind kam mal wieder aus West und damit ging es Wind und Welle entgegen. Groß einreffen…Groß ausreffen…Groß einreffen…Groß ausreffen. Wenn schon nicht durch den Kurs, kam wenigstens durchs Reffen und durch die Winddreher Abwechslung dazu. Am Abend kamen wir dann nach 164 nm wieder in Greifswald an. Dann noch schnell Boot ausladen, einmal durchputzen und schon war das Segelwochenende vorbei. Rückblickend kann man sagen, dass es ein schönes, spaßiges Wochenende war. Besten Dank an dieser Stelle auch nochmal an den YC Ueckermünde für die Ausrichtung der Regatta!! 

Consti für die Baba Jaga Crew

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