Der Countdown läuft:

…nur noch eine Woche, bis der Name gelüftet wird… die Vorbereitungen für die Bootstaufe, die Jubiläumsveranstaltung, die Geschwaderfahrt und unser Sommerfest gehen in die finale Phase. Wir freuen uns riesig über die zahlreichen Gäste, die sich angekündigt haben! Da ihr sicher schon neugierig seid, worauf ihr euch freuen dürft, hier noch einmal eine Aktualisierung des Programms: 

Am Freitag, 21. Juni, ab 17:00 Uhr heißen wir alle Gäste auf unserem Vereinsgelände im Yachtweg 6 herzlich willkommen. Gegen 17:30 Uhr wird die Festveranstaltung feierlich durch unseren Vorsitzenden eröffnet. Im Anschluss freuen wir uns auf Grußworte von Frau Socher in Vertretung des Oberbürgermeisters der Stadt Greifswald, Herrn Dr. Goldschmidt vom SVMV sowie von den Herren Krüger und Plank (Kreissportbund). 

Gemeinsam möchten wir dann unter dem Kran der drei Vereine die Taufe der neuen Vereins-J92s vollziehen. Nicht nur das Boot soll Sekt genießen dürfen, auch wir laden nach Lüftung des Namens zum Sektempfang ehe das warme Buffet eröffnet wird und wir den Abend gemeinsam gemütlich ausklingen lassen. 

Am Samstag treffen wir uns dann ausgeruht um 11:30 Uhr wieder an der Halle, um bei der Crewbörse die Besetzung der an der Geschwaderfahrt teilnehmenden Schiffe aufzuteilen. Das frisch getaufte neue Vereinsboot wird tutend zum Start der Geschwaderfahrt blasen und (hoffentlich alle) Boote des Wiecker Hafens hinaus auf die Dänische Wiek führen. Da einige angemerkt hatten, dass es doch sehr schade sei, dass es in diesm Jahr gar keine Regatta zum Sommerfest gibt, haben wir kurzerhand beschlossen, statt einer Segelregatta eine Rätselregatta während der Geschwaderfahrt stattfinden zu lassen! An dieser Stelle sei nun noch nicht mehr verraten, nur seid euch sicher, ihr werdet euer Köpfchen einschalten müssen! 

An dieser Stelle nochmal die Bitte an alle Bootseigner: meldet euch bitte unter studenten@asv-greifswald.de, ob ihr bei der Geschwaderfahrt dabei seid und wie viele freie Crewplätze ihr habt!

Um 18:00 Uhr wollen wir uns dann alle wieder an der Halle einfinden, um das Sommerfest 2019 mit einer kleinen Preisverleihung zu eröffnen. Zu jedem Geburtstag gehören schließlich auch ein paar Geschenke… Das Programm des Sommerfests muss hier sicherlich nicht weiter ausgeführt werden, für Essen vom Grill, Getränke und Musik ist gesorgt, einem rauschendem Fest steht also nichts mehr im Wege! 

Ihr seht, wir haben uns einiges für euch ausgedacht! Voller Vorfreude verbleiben wir mit seglerischen Grüßen – euer Orga-Team

 

Neues Vereinsboot erreicht Heimathafen

Am vergangenen Wochenende überführte die AG „Neues Vereinsboot“, unterstützt von Christiane Meyer, unsere J92s von Travemünde nach Greifswald. Bei unserer Ankunft in Travemünde am Freitagmorgen hatte die Werft das Boot bereits zu Wasser gelassen und den Mast gestellt. Wir machten uns also sogleich daran, das laufende Gut, Baum und Segel anzuschlagen, unsere mitgebrachte Ausrüstung zu verstauen und das Boot einmal gründlich durchzuchecken. Kurz vor 14 Uhr hieß es dann: „Leinen los!“, um unsere erste Tagesetappe Richtung Kühlungsborn anzutreten. 

Die ganze Woche über hatten wir kritisch den Wetterbericht beäugt und hätten bei angesagten +20 kn aus Ost beinahe die Überführung verschoben, doch Rasmus zeigte sich gnädig: statt zu viel Wind aus der falschen Richtung gab es Flaute von achtern. Also musste der Motor beweisen, was er kann und gemütlich tuckerten wir nach Kühlungsborn, wo wir gegen 21 Uhr anlegten. Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits um 6 Uhr, denn wir wollten früh ablegen, um den langen Schlag nach Stralsund zu segeln. Zwar bremste uns der Bäcker, der uns um 6.30 Uhr noch keine Brötchen herausgeben wollte, ein wenig aus, aber um kurz vor 7 waren wir wieder auf dem Weg. Leider hieß es auch an diesem Morgen erst einmal motoren, bis wir kurz hinter Rostock in einer leichten Brise zum ersten Mal die Segel setzen konnten. Bei zunehmendem Wind kreuzten wir Richtung Darß und als wir um die Ecke kamen, drehte der Wind genau passend, so dass wir beinahe Hiddensee anliegen konnten. Auch beim Kreuzen zeigte unser neues Boot seine Qualitäten und ließ sich bei 5-6 kn Fahrt trotz der holprigen Ostseewelle sehr einfach steuern. Einzig die fehlende Kalibrierung des Kompasses und der Windinstrumente verwirrte uns teilweise bei der Navigation. Sonnenschein, Liedersingen auf der Kante und fabelhafte Verpflegung machten die Kälte gut erträglich und das Segeln mit dem neuen Boot bereitete allen viel Freude. Das Hiddenseefahrwasser konnten wir dann bei wunderbarem Abendlicht durchsegeln und kurz vor Barhöft feierten wir die 100ste Seemeile auf dem neuen Schiff. Gegen Abend schlief der Wind dann wieder ein, aber wir konnten trotzdem noch mit der letzten Brise unter Segeln in der Citymarina anlegen. Nach 70 Seemeilen in 14 Stunden ließen wir den Samstagabend in einer Pizzeria ausklingen. 

Sonntagmorgen klingelte der Wecker glücklicherweise erst später; wollten wir doch erst durch die 12.20 Uhr-Brücke gehen, um ein wenig auszuschlafen und uns den Morgen über noch ein wenig dem Schiff zu widmen. Nach einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück wurde das Boot innen und außen einer Beautykur unterzogen, einige Modifikationen wurden durchgeführt und Dank Lars Lifson konnte dem Motor noch ein großzügiger Schluck Kühlflüssigkeit verpasst werden. Nach Passage der Ziegelgrabenbrücke belohnte uns Rasmus mit traumhaftem Segelwetter: bei Sonne und 10 kn kreuzten wir den Strelasund herunter. Anscheinend hat das Boot doch einen Autopiloten eingebaut, denn es fuhr wie auf Schienen und am Steuer fühlte man sich schon fast überflüssig. Im Bodden wollten wir dann unbedingt noch den Gennaker ausprobieren und fuhren einen Bogen Richtung Ludwigsburg, um dann – bei leider schon wieder abnehmendem Wind – unter Gennaker in die dänische Wiek zu segeln. Dort wurden wir bereits von vielen Aktiven und ADAH auf der Mole erwartet, die das neue Boot empfingen und in Augenschein nahmen. 

 

Wir sind nach der Überführung jedenfalls sehr begeistert von unserer J92s und freuen uns schon auf die kommende (und viele weitere) Segelsaison(s) mit unserem neuen Vereinsboot.

Wir sagen Danke an unsere Shorecrew Thorsten, Johann und Lars, die uns mit Autos und Kühlmittel unterstützt haben; an den großen Vorstand, der während des ganzen Projektes hinter uns gestanden hat; an alle Vereinsmitglieder, die uns in vielerlei Hinsicht beraten haben, sowie an alle Spender und Sponsoren!

Eure AG „Neues Vereinsboot“ (Meike, Jonas, Philipp, Kai, Marie, Evi)

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