Nikolausmützen und Chlorreiniger – Jahresausklang im ASV

Seit einigen Wochen schon hat die „segelfreie Zeit“ begonnen und verzweifelt fragt sich der ein oder andere ASVer, wie man denn den Winter nur möglichst schnell herum bringt. Doch langweilig wird uns auch im Winter nicht so schnell: an den letzten Samstagen stürzten sich Horden putz- und bastelwütiger Studenten auf die Boote und drangen mit Putztüchern, Schraubenziehern und Schleifpapier in die noch unerforschten Ecken der Kojen und Schaps vor. Die Koordination zwischen den drei Booten klappt ganz hervorragend, sodass die Arbeitskräfte je nach Bedarf an unterschiedlichen Stellen anpackten. Während unter Schwupp im Akkord Bodenbretter und Handläufe angeschliffen wurden, war auf Thetis immer wieder lautes Gelächter sowie der beständige Ruf nach neuem Chlorreiniger zu hören (man munkelt, dieser wurde nicht nur zum Putzen verwendet, sondern auch anderweitig konsumiert…).
Nach aktuellem Stand haben nun alle drei Schiffe die Sterilität eines Operationssaals, alle Holzteile sind abgebaut und teils schon geschliffen und verschiedene Elektro-Wartungsarbeiten wurden begonnen. Auch am kommenden Samstag (16.12.17) werden wir ab 10.30 Uhr noch einmal an den Booten arbeiten, bevor es in die Weihnachtspause geht. Helfer sind gern gesehen und können sich gern per Mail anmelden. Wie immer werden wir nach dem Arbeiten gemeinsam zu Mittag essen (An dieser Stelle noch einmal Danke für die großartige Verköstigung der letzten Wochenenden!).


Neben den Winterarbeiten gab es im Dezember aber auch noch einige andere Aktivitäten: am ersten Dezemberwochenende wurde die Nikolausregatta im Wiecker Hafenbecken ausgesegelt. Bei recht flauen Windbedingungen taten sich die Teilnehmer mehr oder weniger schwer, ihren Opti über den Kurs zu manövrieren. Inverse Vorfahrtsregeln und Liegestützen im Opti bei Regelverletzungen stellten weitere Herausforderungen dar, wurden jedoch mit Bravour gemeistert.

Neben der Nikolaus-, gab es am vergangenen Mittwoch auch die erste „Glühwein-Regatta“, die sehr gut besucht war. Auch in den kommenden Wochen werden wir uns mittwochs ab 18 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt treffen und einen (oder zwei, oder…) Glühwein trinken und freuen uns über alle, die bei uns vorbeischauen!
Am kommenden Freitag findet außerdem die Feuerzangenbowle ab 20 Uhr im Schilfhaus statt.

Die Studentenabteilung wünscht allen einen frohen Advent!

Saunatörn – Teil II

Nachdem wir letztes Wochenende schon die Sauna in Lauterbach besucht hatten, (einen schönen Bericht unserer Berliner Verbandsgeschwister findet ihr hier: Saunatörn – Teil I), machte sich auch dieses Wochenende eine bunt gemischte Crew aus Studenten und Alten Herren auf den Weg nach Kröslin zum (vielleicht) letzten Törn der Saison. Am Samstag erwartete uns der Bodden mit einem lauen Lüftchen von achtern und viel Sonnenschein, sodass neben dem Spi auch die Sonnenmilch ausgepackt wurde. Das beinahe spätsommerlich anmutende Wetter sorgte sogar für Badespaß auf einem der Boote. Vielleicht war es aber auch nur die einsetzende Flaute, die zum Anschieben zwang. Da hierdurch aber der Spi einzufallen drohte, wurde der Badeausflug beendet und kurzerhand der Motor angeschmissen, um unser Ziel Kröslin noch vor dem Dunkelwerden zu erreichen. Dort angekommen verholten wir uns, nun doch ein wenig fröstelnd, schnell in die Sauna. Da unser Aufgussmeister vom letzten Wochenende diesmal nicht dabei war, verausgabte sich diesmal Kai mit Aufgusskelle, Minzöl und Handtuch-Gewedel.

Nachdem wir uns so wieder ordentlich aufgewärmt hatten, ging es zum Abendessen ins Steakhaus der Marina. Auch hier wurde einigen von uns mit Chilli-lastigen Gerichten weiter eingeheizt. Ein Glück, dass die brennenden Kehlen anschließend mit ein wenig Rum – vom Präsidenten höchstpersönlich gesponsert – gekühlt werden konnten. Die Ankündigung weiterer ähnlicher Getränke lockte uns anschließend zum Ausklang des Abends auf sein Boot. Obwohl einige von uns dieses erst zu fortgeschrittener Stunde verließen, waren wir am nächsten Morgen wieder früh wach; schließlich war abflauender Wind von vorne angekündigt und wir wollten zeitig aufbrechen. Trotzdem blieb noch Zeit für ein gemeinsames Frühstück und eine Möwen-Rettungsaktion, da diese direkt neben unserem Boot einen Angelköder mitsamt Haken und Leine eingefangen hatte. In einer heldenhaften Aktion konnten wir die Möwe mit Hilfe eines Küchenmessers wieder befreien und anschließend ablegen.

Nachdem wir aus der Abdeckung des Hafens getrieben waren, schoben uns eine leichte Brise und die Strömung schnell wieder Richtung Bodden. Kurzzeitig konnte sogar der Spi gesetzt werden, bevor es am Ende der Fahrrinne auf eine Kreuz gen Heimat ging. Anstatt der angesagten einsetzenden Flaute, frischte der Wind auf, sodass kurzzeitig sogar ein Reff eingezogen werden musste. Das Umfahren der Regenschauer klappte nur mäßig, dafür wurden wir anschließend aber mit einem wunderschönen Regenbogen querab belohnt. Am frühen Nachmittag waren schließlich alle Boote wieder zurück im Wiecker Hafen – ein schöner Saisonausklang!

Evi

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